Lophophora und Co.
Lophophora
Peyote oder auch Lophophora williamsii
Der Lophophora williamsii auch Peyote genannt.
Der genaue botanische Name des Peyotekaktus, auch Peyote genannt, ist Lophophora williamsii. Seine Heimat ist das Wüstengebiete von Texas bis Mittelmexiko, wo er immer anzutreffen ist, weshalb er in den USA mittlerweile eine geschützte Art ist. Wie man aus seinem namen entnehmen kann gehört er zu den Kaktusgewächsen! Er wird bis zu ca 20cm groß und bildet meisten einen gerippten Kopf. Auf den Rippen wachsen in Büschen kleine Härchen. In den Sommermonaten Blüht eine weiß- bis rosafarbene Blüte die leider schon nach einigen tagen verblüht! Er benötigt bis zur Blüte etwa 12 Jahre!! Die Frucht des Peyote, ist eine rosafarbene keulenförmige Beere, die äußerst kleine Samen enthält, mit denen man denn Kaktus vermären kann.
Um richtig zu gedeihen benötigt der Peyotekaktus nahrhafte mineralische lehmhaltige Erde. Auch bei optimaler Pflege dauert es einige Jahre bis er ausgewachsen ist. Zur Beschleunigung des Wachstums kann man ihn auf einen
San-Pedro-Kaktus pfropfen, wodurch die Wachstumsgeschwindigkeit vervierfacht werden.
Es gibt drei Arten (Lophophora echináta, Lophophora lutea, Lophophora williámsii) und viele Varietäten von ihm.
Bei den Indianern wird der Lophophora als Peyotl (auch Peyote) bezeichnet. Er wird als Gottheit verehrt, unter Einhalten vorgeschriebener Zeremonien gesammelt und bei kultischen Handlungen verzehrt.
Er war schon den Azteken als Droge bekannt. Er enthält verschiedene Alkaloide. Verzehrt wird ein zwischen Wurzel und Schopf herausgeschnittener scheibenförmiger Teil der Pflanze, der getrocknet wird und einen gras-bitteren Geschmack besitzt. Er wurde vor allem im Norden des mexikanischen Staates Coahuila in der Umgebung des Dorfes San Jesus Poyote auf öden Erdhügeln, die den Namen Lomeria de Peyotes
Der Peyotekaktus vor der Entdeckung Amerikas:
Der Peyotegebrauch ist vom heutigen Mexiko bis in den Süden der USA (Texas) seit prähistorischer Zeit verbreitet (die kultische Einnahme soll etwa 4000 Jahre alt sein). Der Kaktus diente meist im Schamanentum dazu, direkten Kontakt mit den Göttern und Naturgeistern herzustellen. Vor allem die Visionen, die man im halluzinogenen Peyote-Rausch auftreten, galten für die meisten Stämme, die mit dem Kaktus in Berührung kamen von Anfang an als Indiz für einen göttlichen Ursprung der Pflanze und in weiterer Folge des Rausches. Somit wurden die Peyote-Visionen als direkte Zeichen und Weisungen der Götter gesehen. Daher war Peyote immer auch als Mittel zur Wahrsagerei in Verwendung. In Zusammenhang mit schamanischen Ritualen wurde der Peyotekaktus auch als Allheilmittel verwendet. Besonders die Azteken sind berühmt für ihren Peyote-Kult, sodass viele aztekische Kunstobjekte den Peyote-Rausch zum Thema haben.
Der Peyotekaktus in der Neuzeit:
Nach der Entdeckung Amerikas wurde der Peyotegebrauch von den christlichen Eroberern verboten. Doch wie so oft konnte auch hier das Verbot keineswegs den Gebrauch völlig unterbinden. Allerdings wurde der rituelle Gebrauch vor allem durch die Zerstörung der aztekischen Kultur sehr zurückgedrängt. Später verbreitete sich der Peyotegebrauch in das Gebiet der USA und wurde in die Kultur vieler nordamerikanischer Indianerstämme integriert. Heute hat der Gebrauch besonders in der "Native American Church" eine Bedeutung. Diese 1914 gegründete Organisation ist ein Zusammenschluss vieler Indianerstämme, der versucht indianische und christliche Kultur und Religion zu verbinden. Den derzeit ca. 200.000 Mitgliedern ist in vielen Staaten der USA heute der Peyotegebrauch gesetzlich gestattet. Dort wo er illegal ist, wie etwa in Kalifornien, wird er zumindest toleriert. An frei vereinbarten Tagen wird in großen Runden nachts in einem genau festgelegten Ritus Peyote konsumiert. Der Peyote soll hier eine Art Erleuchtung bringen. Die Teilnehmer versuchen mit Hilfe des Peyote die Grenzen von Raum und Zeit zu überwinden und Visionen zu empfangen, die ihnen im Leben weiterhelfen. Im Mittelpunkt steht das Ziel einer persönlichen Bereicherung durch die erlebten Peyote-Halluzinationen. Rein hedonistisch, wie oft behauptet, ist der Charakter des Gebrauch hier jedoch sicher nicht. Außerdem gilt der Kaktus heute bei den nordamerikanischen Indianern als wichtiges Heilmittel und wird zur Behandlung der meisten Krankheiten oder auch zum Alkoholentzug herangezogen. Ende des 19 Jahrhunderts wurde aus dem Peyotekaktus zum ersten mal das Halluzinogen Meskalin isoliert, was die Droge auch in Europa bekannt machte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich der Peyotekonsum in
Künstlerkreisen als Modedroge und wurde meist in Form von damals frei erhältlichen Tinkturen konsumiert. Auch in okkultistischen Kreisen fand er schnell Eingang. Spätestens nach der Verbreitung von LSD in den 50er Jahren verlor er aber weitgehend seine Bedeutung als Droge in der westlichen Welt. Heute wird seine Einnahme abgesehen von den nord- und mittelamerikanischen Indianern nur noch in manchen alternativen Kreisen praktiziert.
Merkmale 
- nieder und rundlich mit einer blaugrünen Farbe
- weich und dornenlos mit kleinen Haarbüscheln
- Durchmesser von 8cm bis zu 20cm
- die Frucht des Peyotekaktus ist eine rosafarbene keulenförmige Beere, die äußerst kleine Samen enthält, mit denen sich der Kaktus normalerweise auch vermehrt
- in der Mitte des Kopfes treibt in den Sommermonaten (März bis September) eine weiß- bis rosafarbene Blüte aus, die nach einigen Tagen wieder verblüht
- wächst sehr langsam (braucht ca. 15 Jahre bis er ausgewachsen ist)
Der Peyotl unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz, schmeckt jedoch so bitter, dass er von Mitteleuropäern kaum zu verspeisen ist. Nichtsdestotrotz ist der Peyotl in seiner Heimat durch starkes Absammeln in seinem Bestand bedroht. Auch die Tatsache, daß kaum ein anderes Rauschmittel einfacher zu synthetisieren ist als Meskalin, hat an diesem Sachverhalt nichts geändert. Einen Mescalin-Rausch schildert Aldous Huxley in seinem Klassiker »Die Pforten der Wahrnehmung«. Weitere Kakteen, die Mescalin enthalten, sind der Peruanische Säulenkaktus (Trichocereus peruvianus) und der San-Pedro-Kaktus (Trichocereus pachanoi)...........
Aktualisiert (Sonntag, 14. Februar 2010 um 22:38 Uhr)


