Home
Lophophora und Co.
San Petro
Lophophora und Co.
San Petro
Trichocereus pachanoi oder auch SanPedro
Der Trichocereus pachanoi oder SanPedro
Sie stammt aus den südamerikanischen Anden von Peru wird der San-Pedro-Kaktus seit mindestens 2000 Jahren rituell benutzt. Durch seine Einnahme kann der Schamane Verbindung mit der Götterwelt aufnehmen und Visionen empfangen und heilen. Er wird auch als Stärkungsmittel (Tonikum) und als Aphrodisiakum verwendet. Schon in der Moche-Kultur (Nordperu) und der Nazca-Kultur (Südperu) war er fixer Bestandteil ritueller Handlungen, was man aus erhaltenen Kunstgegenständen schließen kann. Auch in der späteren Inka-Kultur war er gut bekannt.
Der Name San Pedro steht für den christlichen Heiligen Petrus bzw. Sankt Peter. Man vermutet, dass die Eingeborenen Südamerikas den Kaktus nach der Kolonisation nach dem christlichen Heiligen nannten, um ihn vor einem Verbot durch die spanischen Eroberer zu schützen. Sankt Petrus ist nämlich der Heilige des Regens und derjenige, der den Himmelsschlüssel besitzt. So lag es nahe, den Kaktus, der vermutlich mit Regenkulten in Zusammenhang stand und den Weg in eine andere Welt ebnen konnte, nach Sankt Petrus umzubenennen. Wahrscheinlich ist es ihnen so gelungen, den Kaktus vor einem Verbot durch die Unterdrücker zu schützen, da - anders als beispielsweise beim Coca - über seinen Gebrauch kaum berichtet wurde und nie ein Verbot erlassen wurde.
Der San-Pedro-Kaktus trägt die genaue botanische Bezeichnung "Trichocereus pachanoi" und gehört zur Familie der Kakteen (Cactaceae), genauer der Stangen- oder Säulenkakteen. Der Trichocereus pachanoii ist ein rasch wachsender Kaktus. Der bis zu sechs Meter hoch werdender kann. Die Anzahl der Rippen variiert zwischen sechs und acht. An den weißlichen Areolen sitzen 3 bis 7 gelblich bis dunkelbraune Dornen, die bis zu 2 cm lang sein können. Es gibt auch fast dornenlose Exemplare. Die Säulen können 6 bis 15 cm Durchmesser erreichen. Die trichterförmigen, weißen, duftenden Blüten öffnen sich nachts und erreichen einen Durchmesser von bis zu 20 cm. Aus ihnen entwickeln sich die etwa 6 cm langen und 3 cm dicken dunkelgrünen Früchte
Standort/Verbreitung
San-Petro wird heute in vielen Gebieten Süd-, Mittel und Nordamerikas kultiviert. Er kann durch Samen oder Stecklinge vermehrt werden. Zur Vermehrung mittels Stecklingen werden einfach Teile des lebenden Kaktus abgetrennt und in die Erde gesteckt, worauf sie meist Wurzeln austreiben und zu einem neuen Kaktus heranreifen. Der Kaktus ist an feuchtes Klima gewohnt und kann daher täglich gegossen werden. Andererseits kann er auch monatelang ohne Wasser überleben. Der verhältnismäßig schnell wachsende San-Pedro-Kaktus wird von Peyote-Züchtern auch gerne zum Pfropfen benutzt. Dazu wird die Spitze des San-Pedro-Kaktus flach abgeschnitten und der über der Erde abgeschnittene Kopf des Peyotekaktus aufgesetzt und einige Tage fixiert. Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Peyotekaktus, der selbst äußerst langsam wächst, aber eine höhere Werkstoffkonzentration als der San-Pedro-Kaktus aufweist, dadurch bis zu viermal schneller wächst.
Aktualisiert (Sonntag, 14. Februar 2010 um 22:37 Uhr)


